Ihr Schützenverein in Konz
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AKTUELLE INFO:

Am Sonntag 18.11 und 25.11 bleibt der Schiesstand  geschlossen 

Hier finden Sie uns:

Geschäftsadresse:
Schützengilde
St. Sebastianus, Konz
Postfach 1351 
54323 Konz

Schiessanlage, Vereinshaus:
Im Jeuchen (zwischen Konz und Niedermennig, nahe Schulzentrum, siehe Anfahrt)
54329 Konz 

Kontakt

Rufen Sie uns einfach im Vereinshaus an:
+49 6501 4962 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Öffnungs- und Trainingszeiten:

Donnerstags
von 18.00 - 22.00 Uhr          Jeden 1 Samstag im Monat  von 14.00 -16.00 Uhr  Sonntags                               von 10.00 - 13.00 Uhr

Besucher seit 2003:

Ein gewachsener Verein mit Tradition und Visionen

Die Vereinsgeschichte der Schützengilde St. Sebastianus Konz-Karthaus 1781 e.V.

 

Der Vereinschronik von Rudolf Marx und Frank Willgerodt zufolge stützt sich die Gründung des Vereins nachweislich auf Archivunterlagen der Pfarrei St. Nikolaus in Konz. Älteste Grundlage ist das Mitgliederverzeichnis der „Bruderschaft des heiligen St. Sebastian im Contz" welche von Pfarrer Canarius im Jahre 1781 wiedergegründet wurde.

 

Solche Bruderschaften waren seit dem frühen Mittelalter häufig anzutreffende Einrichtungen, in denen alle Bürger ohne Ansehen des Standes, des Berufes oder Geschlechtes bereits seit frühester Jugend Aufnahme fanden.


Zweck solcher Bruderschaften war es, den Gemeinschaftssinn der Gemeindemitglieder im Sinne der Pflege von katholisch-kirchlichen Gebräuchen zu fördern. Dies umfaßte nicht zuletzt auch die Wehr- und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitsepidemien und tätliche Bedrohungen von außen. Die Statuten der Bruderschaft St. Sebastianus wurden erstmalig im Jahre 1857 im Wortlaut erfaßt (siehe Vereinschronik S. 90 - 93). „St. Sebastian", der Schutzpatron zahlreicher Bistümer, Pfarreien, Kirchen und Gemeinden, zählt zu den volkstümlichsten Heiligen des Mittelalters. Legenden zufolge gewährte der ehemalige Offizier der Garde Kaiser Diokletians (284-305 n. Chr.) in vielen Fällen verfolgten Christen Hilfe und Unterschlupf. Seine nach offenem Widerstand gegen den Kaiser angeordnete Hinrichtung überlebte Sebastian wie durch ein Wunder und wurde erst später nach erneuten Widerständen gegen die Willkür der Christenverfolgung ermordet.

 

Die Verehrung des Sebastian gewann etwa 380 Jahre später an entscheidender Bedeutung. Nachdem eine schwere Pestepidemie in Rom zahlreiche Todesopfer forderte, verschwand die Krankheit auffallend nach Bittprozessionen der Christen mit den Reliquien Sebastians. Zu dieser Zeit wurde die erste Sebastianus-Bruderschaft unter den Bewohnern Roms gegründet.


Die Vereinsgeschichte konnte durch den Lauf der Zeit leider nicht vollständig dokumentiert werden. Schuld hieran sind unter anderem Verluste oder absichtliche Unterlassung der Dokumentation infolge Verbotes der Bruderschaft während der Kriege oder Rezensionen. Zudem verlor die Bruderschaft in den 1930er Jahren deutlich an Mitgliederzahl, als die Kommunionkinder nicht mehr geschlossen der Bruderschaft zugeführt wurden.

 

Der traditionellen Heiligenverehrung und der Bedeutung des Schutzpatrons gereichte dies aber glücklicherweise nicht zum Schaden. In den immer wieder aktualisierten Statuten der Schützengilde übernahm man mit dem Grundsatz „Für Glaube, Sitte und Heimat" immer wieder Grundsätze der alten Bruderschaft aufs neue – wie z. B. die Sebastianus-Verehrung an seinem Namenstag. Höchstes Fest der Gilde ist der Fronleichnamstag, an dessen Prozession sie zum Schutz das Sanktissimum begleiten. Ebenso treten die Mitglieder der Schützengilde in der Öffentlichkeit für Anstand und Sitte ein.

Die Gründung der St. Sebastianus Schützengilde Konz-Karthaus wurde mit der Weihe und Inbetriebnahme des Schießstandes „Im Jeuchen" am 18. August 1935 vollzogen.


In den Wirren des 2. Weltkrieges wurden die Aktivitäten der Konz-Karthäuser Schützengilde unterbrochen. Die Schießanlage mußte der Wehrmacht zu Übungszwecken überlassen werden und wurde bei späteren Kampfhandlungen stark beschädigt. Schriftliche Unterlagen der Schützengilde nebst Schießausrüstung wurden bei einem Fliegerangriff am 11. Mai 1944 fast vollständig zerstört.

 

Die Not der Nachkriegsjahre und besonders die lange Abwesenheit der Mitglieder infolge Kriegsgefangenschaft ließen den Verein erst im Jahre 1953 wieder im Rahmen einer Neugründung wieder aufleben. Zu dieser Zeit zählte man 75 Mitglieder, die seit 1939 erstmalig wieder Ihre kirchlichen Aufgaben der Sakramentsbegleitung aufnahmen und somit Ihre Statuten in der Bundeskanzlei der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften einschreiben ließen.

Bis zum heutigen Tage ist die Mitgliederzahl an Schützen und Inaktiven auf fast 200 Personen angestiegen. Mit der Veröffentlichung dieser Internetpräsenz wünscht sich die Schützengilde, zum besseren Verständnis und zur Akzeptanz in der modernen Gesellschaft beitragen zu können. Es ist Ihr ebenfalls ein Anliegen, Interessierten einen Einblick in den Schützenalltag zu vermitteln und nicht zuletzt den Zuwachs auch an jungen Schützen zu fördern.
Des weiteren sind alle Schützenvereinigungen eingeladen, mit uns eine lebhafte Kommunikation aufzubauen.

Hierauf freuen sich der Vorstand und die Mitglieder der Schützengilde St. Sebastianus 1781 e.V.


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© Schützengilde St. Sebastianus, Konz